Intelligenz Tests Testlexikon IQ Tests Was ist ein Intelligenztest (IQ-Test)?

  1. test Was ist ein psychologischer Test?
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  5. test Was bedeutet Profiling oder Assessment?

Es existieren mindestens so viele Intelligenztests (IQ-Tests) wie Intelligenzdefinitionen und -theorien. Allein in Deutschland existieren etwa 100 veröffentlichte Verfahren. Diese unterscheiden sich teils erheblich in Aufgabentypen, Zeitaufwand und Zielgruppe - je nachdem, auf welcher Intelligenzdefinition der Test beruht und für welchen Zweck der Test konzipiert ist.

Was nun ein Intelligenztest eigentlich misst (und damit ist), hängt also stark von der Art des jeweiligen Tests ab. Daher ist man bemüht, die Erklärung der mit dem Test erfassten Intelligenz über die detaillierte Beschreibung des eingesetzten Verfahrens zu erleichtern:

"Intelligence is what intelligence tests measure" (Eysenck, 1967).

Die im Profiling Portal enthaltenen kostenlosen Intelligenztests messen verschiedene Komponenten der Kognitiven Leistungsfähigkeit.

Der kostenpflichtige Test zur Erfassung der Allgemeinen Intelligenz verwendet den sprachfreien Aufgabentyp "Figurale Matrizen". Dieser hat u.a. den Vorteil, im Gegensatz zu Intelligenztests mit sprachlichem Inhalt, eine bessere Vergleichbarkeit der Testergebnisse aus verschiedenen Kulturkreisen zu ermöglichen.

Was bedeutet der IQ oder Intelligenzquotient?

Entstehung des IQ

Der erste Intelligenztest wurde 1905 von dem Psychologieprofessor Alfred Binet konstruiert, um mögliche Lernbehinderungen bei Kindern objektiv erkennen zu können. Zu diesem Zweck mussten die Kinder z.B. Sätze nachsprechen oder Bilder, die keinen Sinn ergaben, identifizieren. Binet verglich die Testergebnisse der untersuchten Kinder mit der durchschnittlichen Leistung anderer Kinder desselben Alters. So konnte er beurteilen, ob die Kinder ihrem Alter gemäß entwickelt waren. Er nannte dies Intelligenzalter. Das Intelligenzalter konnte je nach geistiger Entwicklung des Kindes über- oder unterhalb des Lebensalters liegen.

Um Entwicklungsverzögerungen in verschiedenen Altersgruppen besser vergleichen zu können, entwickelte der deutsche Psychologe Wilhelm Stern den Intelligenzquotienten (IQ). Er teilte das Intelligenzalter durch das Lebensalter und multiplizierte diesen Wert mit 100. Ein durchschnittlich entwickeltes Kind bekam demnach einen IQ von 100, ein Neunjähriger, der wie ein Zehnjähriger entwickelt war, den IQ 111.

Heutige Bedeutung des IQ

Die Bedeutung des heutigen IQ-Begriffs weicht stark von der ursprünglichen, durch Binet und Stern geprägten Verwendungsweise ab. Meist ermittelt man heutzutage zuerst einmal den Mittelwert des IQ-Tests (d.h. die Anzahl der Testaufgaben, die durchschnittlich richtig gelöst wurden) und definiert diesen dann als IQ 100. Nun wird die Anzahl richtig gelöster Aufgaben ermittelt, bei der 34,1 Prozent der Getesteten über dem Mittelwert liegen. Diesem Wert wird ein IQ von 115 zugewiesen. In ähnlicher Weise werden dann die weiteren IQ-Werte ermittelt.
Dieses schwer nachzuvollziehende Vorgehen wird zudem dadurch komplizierter, dass die heute verwendeten IQ-Tests mit unterschiedlichen "Spannweiten" arbeiten: Bei manchen IQ-Tests liegt der höchste zu erzielende Wert bei 130 oder 140, andere (vorwiegend amerikanische) IQ-Tests wiederum ermöglichen Höchstwerte von bis zu 200. Die Schauspielerin Sharon Stone z.B. hat angeblich einen IQ von 154, Bill Gates von 160. Die objektive Vergleichbarkeit des IQs ist somit jedenfalls nicht gewährleistet. Wenn Ihnen also eine Person mitteilt, sie habe einen IQ von 127, müssten Sie genau genommen erst einmal nachfragen, mit welchem IQ-Test dieser Wert denn ermittelt wurde, um die tatsächliche Höhe der Intelligenz dieser Person einschätzen zu können.

Nachteile des IQ

Die Nachteile des sehr populären IQs liegen auf der Hand. Man gewinnt leicht den (fälschlichen) Eindruck, der IQ sei ein absolutes Maß für die Intelligenz. Doch das ist er definitiv nicht! Er gibt lediglich an, wo Sie mit Ihren Testwerten im Vergleich zum Mittelwert anderer Testteilnehmer stehen. Was heißt es nun also, einen IQ von 115 zu haben? Es bedeutet, dass lediglich ca. 16 Prozent der Teilnehmer bei dem Test noch besser abgeschnitten haben als Sie. Aber wer weiß das schon? So bleibt meist im Dunkeln, was es nun genau bedeutet, einen IQ von 115 oder 120 zu haben. Hinzu kommt, dass man IQs, die mit verschiedenen Tests ermittelt wurden, eben nicht ohne weiteres vergleichen kann und sie eigentlich nur für den einen speziellen Test gelten.
Aus diesen Gründen halten die Autoren des Profiling Portals den IQ für wenig geeignet, um Testergebnisse zu vergleichen oder zu interpretieren. Wenn ein IQ von 115 bedeutet, dass ca. 16 Prozent der Bevölkerung besser abschneiden als Sie, warum teilt man dies nicht direkt mit? Warum erst die Übertragung in einen schwerer interpretierbaren IQ?

Alternativen zum IQ

Im Profiling Portal erhalten Sie sämtliche Testauswertungen in Form eines kompfortablen Prozentwertes (Prozentrangs), der Ihnen sofort zeigt, wo Sie mit Ihren Ergebnissen im Vergleich zu anderen stehen!